INFO FÜR WELPENKÄUFER - Magyar Vizsla Drahthaar Klub Österreich

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INFO FÜR WELPENKÄUFER

Infos für Welpeninteressierte

"Jagd ohne Hund ist Schund“ sagt man, daher Augen auf vor dem Welpenkauf!!!

Keine Frage – beim berühmten Zwinger „o.P“ (ohne Papiere) bekommt man auch Jagdhundewelpen für „kleines Geld“. Doch wer an dieser Stelle spart, steht im schlimmsten Fall ein paar Monate nach dem Kauf mit der Familie heulend um einen todkranken Vierbeiner. Dieser Ärger lässt sich vermeiden.

Je nach Rasse und Zuchtaufkommen gibt es Wartelisten, wenn man einen Züchter quasi zugeteilt bekommt oder man meldet sich selbst beim Züchter. Regulär sollte es bei echter Leistungszucht keinen großen Unterschied machen, wie ich zu „meinem“ Züchter komme, die jagdlichen Anlagen sollten ziemlich sicher bei allen Zuchttieren vorhanden sein. Trotzdem schaue ich mir natürlich die Mutterhündin, den Deckrüden und den Züchter an, um einen persönlichen Eindruck zu bekommen. Besonderen Augenmerk lege ich auf die Zuchthündin. Im Gegensatz zum Rüden wird sie mindestens acht Wochen als Vorbild für meinen künftigen Hund agieren. Hinzu kommt, dass mittlerweile bewiesen ist, dassan die Welpen nicht nur die Gene an sich vererbt werden, sondern auch die Lebensumständen der Mutter diese beeinflussen. Eine gestresste Hündin wirft stressanfälligere Welpen als eine ruhige entspannte. Das muss nicht zu Problemen mit den Welpen führen, macht solche aber wahrscheinlicher. Lassen sie sich vom Züchter den Abstammungs-nachweis, die Jagdhundeprüfungszeugnisse wie Anlagenprüfung (AP), Feld- Wasserprüfung (FWP), Vollgebrauchsprüfung (VGP) bzw. von den Sonderprüfungen wie Schweißprüfung ohne Richterbegleitung (SPoR), Bringtreueprüfung (Btr) etc. die Ausstellungsergebnisse der Internationalen und Nationalen Ausstellungen im In- und Ausland sowie die HD-Untersuchung und die Genunter- suchungen über Haarlänge, Fellqualität und Hyperurikosurie (HUU) vorlegen.

Doch es gibt viele Dinge zu beachten, ehe man sich überhaupt für die Anschaffung eines Jagdhundes entscheidet.

Lebensumstände prüfen

Wer sich für die Anschaffung eines Hundes entschließt, sollte zunächst die eigenen Lebensumstände prüfen und sicherstellen, dass einige Voraussetzungen innerhalb des Wohnumfeldes gegeben sind:

  • Dem Hund kann genügend Zeit (für Spaziergänge, Pflege, Erziehung, Abrichtung etc.) gewidmet werden.
  • Die Anschaffung und Haltung des Hundes lässt sich mit den beruflichen Gegebenheiten vereinbaren.
  • Die Familie bzw. das familiäre Umfeld ist mit der Anschaffung eines Hund einverstanden.
  • Der Mietvertrag lässt eine Anschaffung zu.
  • Die Haltung des Hundes wird nicht durch Urlaubsplanungen beeinträchtigt.

Die Anschaffung eines Hundes verursacht erhebliche Kosten, die getragen werden müssen:

  • Hundesteuer
  • Haftpflichtversicherung
  • Tierarztkosten
  • Fütterung und Pflege

Hunde haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von zwölf Jahren und mehr - die Entscheidung sich einen Hund anzuschaffen hat daher Auswirkungen auf einen langen Lebensabschnitt des Hundehalters.


Haltung des Hundes


Die Unterbringung des Hundes muss den Bedürfnissen (Bewegungs- und Beschäftigungsdrang) und den rassetypischen Eigenschaften des Hundes (Größe, Haarkleid, Jagdverhalten etc.) angepasst werden. Unabhängig von der Haltungsform muss mindestens zweimal täglich der Auslauf des Hundes gewährleistet werden.


Bei der Auswahl eines Hundes sollten auch die häuslichen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Die Haltung eines großen Hundes, der viel Platz beansprucht, ist z. B. in einer kleinen Wohnung in der Regel nicht empfehlenswert.


Die Haltung des Hundes in einem Haus mit Garten erfordert die Sicherung des Grundstückes durch einen stabilen Zaun und verschließbare Tore. Der Hund darf keine Möglichkeit haben, den Zaun zu überwinden oder zu untergraben.


Fütterung

Futterart:
Die Ernährung des Hundes auf Frischfutterbasis muss sicherstellen, dass dem Hund alle notwendigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe zugeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass die Futterzusammenstellung abwechslungsreich und ausgewogen sein muss, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Die Frischfutterernäherung ist daher anspruchsvoller als die Gabe von Fertigfutter.

Fertigfutter enthält in der Regel alle erforderlichen Nährstoffe, die der Hund benötigt und ist einfach zu füttern. Dies gilt sowohl für Feucht- als auch für Trockenfutter. Da jedes Fertigfutter in seiner Zusammensetzung ausgewogen ist, sollte ihm nichts beigemengt werden.

Eine reine vegetarische Ernährung von Hunden ist nicht artgerecht und führt auf Dauer zu Mangelerscheinung. Unabhängig von der Futterart muss für den Hund jederzeit frisches Trinkwasser in sauberen Gefäßen zugänglich sein.

Fütterung Welpen und Junghunde:
Diese sollten am Tag anfangs vier bis fünf mal, später zwei bis drei mal gefüttert werden. Die Futtermenge richtet sich nach der Größe des Hundes und wird allmählich mit dem Alter des Tieres gesteigert. Welpen sollten auf keinen Fall „überfüttert“ werden. Dies kann auf Grund des zu schnellen Wachstums für die Knochenentwicklung zu Problemen führen.

Erwachsene ausgewachsene Hunde kleiner und mittelgroßer Rassen sollten ein bis zwei mal täglich und großwüchsige Rassen täglich stets zwei mal gefüttert werden. Bei der Fütterung ist darauf zu beachten, dass der Hund

  • nicht übersättigt wird
  • an feste Futterzeiten gewöhnt wird und
  • danach in Ruhe verdauen kann.

Korrektes Auftreten mit Hunden

Die heutige Gesellschaft ist durch eine zunehmende Hundefeindlichkeit geprägt. Es ist daher erforderlich, dass sich Hundehalter mit ihren Hunden in die Gesellschaft einfügen und rücksichtsvoll in der Öffentlichkeit auftreten, um diesem Klima entgegenzuwirken. Dazu zählt:

  • die Vermeidung bzw. Beseitigung von Verunreinigungen, die durch den Hund verursacht werden,
  • Anleinen des Hundes in der Öffentlichkeit, insbesondere in der Nähe von Spielplätzen und Parkanlagen,
  • Vermeidung von Ruhestörung durch den Hund.

Rücksicht gegenüber Passanten:
Wenn dem Hundehalter und seinem Hund Personen (z. B. Jogger) entgegenkommen, ist besondere Rücksicht und Vorsicht notwendig. Der Hund ist ruhig an die Leine zu nehmen und weiterzuführen. Durch weglaufende Menschen oder Tiere wird Jagdverhalten angesprochen, der dann Ungehorsam des Hundes bewirken kann.

Begegnung mit anderen Hunden:
Begegnen dem Hundehalter und seinem Hund Personen mit angeleintem Hund ist der eigene Hund ebenfalls anzuleinen. Der eigene Hund ist an dem entgegenkommenden Hund mit Abstand vorbeizuführen.

Mit dem Fahrrad unterwegs:
Das Fahrradtraining beginnt man frühestens mit dem ausgewachsenen Hund, da das Knochengerüst des Hundes erst dann der anspruchsvollen Belastung gewachsen ist. Der Hund muss aus Sicherheitsgründen angeleint rechts neben dem Rad laufen, vom Verkehr abgewandt.

Der Hund im Auto:
Dem Hund sollte ein fester Platz im Auto zugewiesen werden, dies ist vorzugsweise der Laderaum eines Kombis, der durch ein Gitter oder Netz abgeteilt wird. Ebenfalls geeignet ist der Fußraum hinter dem Fahrer- oder Beifahrersitz, da der Hund hier bei einer Vollbremsung keine Gefahr für die Insassen wird. Bei einem Auffahrunfall kann ein ungesicherter Hund, der sich frei im Auto bewegt, zu einem gefährlichen Geschoss verwandeln. Eine befestigte Transportbox ist nach wie vor der sicherste Aufenthaltsort für den Hund während der Autofahrt. Für den Transport auf dem Rücksitz gibt es spezielle Sicherheitsgurte für den Hund, so dass sich dieser nicht ungesichert im Auto bewegen kann. Beim Verlassen des Autos darf der Hund aus Sicherheitsgründen nicht selbständig aus dem Fahrzeug springen, sondern muss so lange sitzen bleiben, bis ihm das Aussteigen erlaubt wird.

WELPENVERMITTLUNG
LR Magister art. Rudolf Broneder
Vereinssitz A-1230 Wien, Franz-Asenbauer-Gasse 36 A
Kontaktadresse A-3571 Gars am Kamp, Goldbergg. 85
Handy +43(0) 699 11587694
E-Mail:
mag.broneder@utanet.at
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